Unternehmensgründung und Geschäftsplanung
Das LMU Entrepreneurship Center bietet erstmalig im Frühjahr 2010 (3.-5. März 2010), in Kooperation mit LMU-EXTRA der Frauenbeauftragten der LMU, ein dreitägiges Entrepreneurship Seminar zum Thema „Unternehmensgründung und Geschäftsplanung“ für graduierte Wissenschaftlerinnen (Doktorandinnen, Habilitandinnen, Professorinnen) der LMU an. Es gibt noch letzte freie Plätze – for women only!
3.-5. März 2010, Kardinal-Döpfner-Haus in Freising
(20.01.2010)
Medikamente ohne Spiegelbild gesucht - Ein selektiver Syntheseweg für komplexe bioaktive Moleküle
Mit Hilfe organometallischer Reagenzien konnten in den vergangenen Jahren neue Materialien mit herausragenden physikalischen Eigenschaften, neuartige Medikamente mit exzellenter Wirkung und auch ökologisch verträgliche Chemikalien für die Landwirtschaft entwickelt werden. In vielen Fällen liegen diese Produkte aber als Stereoisomere vor. Dann gibt es von einem Molekül mehrere Varianten mit grundsätzlich gleicher Struktur, aber unterschiedlichem räumlichen Aufbau. Einzelne Bestandteile der Verbindungen ordnen sich dann im Molekül asymmetrisch um ein oder mehrere Stereozentren an. Vergleichbar ist dies mit einer rechten und einer linken Hand, die sich gleichen wie Bild und
Spiegelbild - aber nicht zur Deckung gebracht werden können. Bei den chemischen Isomeren kommt hinzu, dass häufig nur eine der Varianten die gewünschten Eigenschaften zeigt. Vor allem bei Medikamenten ist es dann essentiell, bei der Herstellung nur das gewünschte Stereoisomer zu
produzieren. Diastereoselektive Methoden gewährleisten den selektiven Aufbau von Molekülen mit mehreren Stereozentren, indem sie bevorzugt eine Molekülvariante synthetisieren. Ein Forscherteam um den LMU-Chemiker Professor Paul Knochel konnte nun zeigen, dass substituierte Cyclohexylzinkverbindungen - also Organozinkverbindungen, welche einen sechsgliedrigen Ring enthalten - diastereoselektiv sogenannte Pd-katalysierte Kreuzkupplungsreaktionen eingehen. Hohe Diastereoselektivitäten werden dabei auch bei solchen Cyclohexylverbindungen beobachtet, welche einen Substituenten entfernt von der Kohlenstoff-Zink-Bindung am Ring tragen.
"Diese Entdeckung ist besonders wichtig für die stereoselektive Syntheseplanung von Molekülen mit mehreren Stereozentren", sagt Knochel.
"Dazu gehören ganz besonders auch Pharmaka, bestimmte Naturstoffe und andere
bioaktive Moleküle." (Nature Chemistry online, 17. Januar 2010)(20.01.2010)
Chinese Scholarship Program
You can find more informations here(01.01.2009)
Neue Anwendungen in lebenden Zellen: Nanobodies verändern die Form und Funktion von Proteinen
Binden Antikörper des Immunsystems
an Proteine, können sie deren Form – und damit auch die Funktion
dieser Moleküle – verändern. Einem LMU-Team um Professor Heinrich
Leonhardt vom Biozentrum, Professor Karl-Peter Hopfner vom
Genzentrum und dem Biologen Dr. Ulrich Rothbauer, Geschäftsführer
des Biotechnologieunternehmens ChromoTek, gelang hier nun ein
Durchbruch: Die Forscher konnten zeigen, dass unkonventionell kleine
Antikörper, die sogenannten Nanobodies, die Eigenschaften des Grün
Fluoreszierenden Proteins, kurz GFP, mit unerwarteter Präzision
modifizieren. GFP wird mit anderen Proteinen fusioniert, um diese in
lebenden Zellen verfolgen zu können. Die Einsatzmöglichkeiten des
Moleküls erweitern sich nun mit Hilfe der Nanobodies beträchtlich.
Ganz neuartige experimentelle Ansätze sind zudem denkbar, weil die
Studie auch zeigen konnte, wie die Nanobodies im strukturellen Detail
auf die Proteine wirken.(Nature Structural and Molecular Biology online,
13. Dezember 2009)(14.12.2009)
Stipendien der Dr. Klaus Römer-Stiftung 2009 verliehen
Das Department Chemie und Biochemie der LMU hat wieder Stipendien der Dr. Klaus Römer-Stiftung verliehen: Es wurden neun Stipendien á 1.000 Euro für Diplom- und Masterarbeiten vergeben sowie 18 Stipendien á 2.000 Euro für Promotionen. Des Weiteren erhielten Dr. Thomas Becker aus der Arbeitsgruppe von Professor Roland Beckmann am Genzentrum ein Postdoc-Stipendium in Höhe von 4.000 und Dr. Sabine Schneider aus der Arbeitsgruppe von Professor Thomas Carell eines in Höhe von 3.000 Euro. Ausgezeichnet wurde zudem Dr. Klaus Müller-Buschbaum, Privatdozent am Department Chemie und Biochemie. Er erhielt 4.000 Euro als Nachwuchsgruppenleiter.
Ein Ziel der 2005 an der LMU von Dr. Klaus Römer ins Leben gerufenen gleichnamigen Stiftung ist es, junge Nachwuchschemikerinnen und -chemiker zu exzellenten wissenschaftlichen Leistungen in ihrem Fachgebiet zu motivieren. Weiterhin soll die Forschung am Department mit Mitteln aus der Stiftung unterstützt werden, indem herausragende deutsche Chemiker und Chemikerinnen an der LMU gehalten oder sogar aus dem Ausland zurück an die LMU geholt werden können. Die Römer-Stipendien werden jedes Jahr in feierlichem Rahmen vergeben. Ein zentraler Bestandteil der Verleihung war auch dieses Mal die sogenannte Römer-Lecture, die in diesem Jahr Professor Ferdi Schüth vom Max-Planck-Insitut für Kohlenforschung in Mühlheim zum Thema „Speicherung von Energie – Herausforderung für Chemiker und Ingenieure“ hielt.(11.12.2009)
Wichtige Sitzungstermine finden Sie unter dem Punkt
Aktuelle Termine.
Meldungen 2009
Wie sich HIV in Schale wirft - Der Dynamik viraler Ausbreitung auf der Spur
Viren nutzen Wirtszellen als Fabriken für den viralen Nachwuchs. Dazu schleusen sie die Bauanleitung für alle viralen Komponenten in ihre unfreiwilligen Gastgeber. Die umprogrammierte Wirtszelle produziert dann meist nur noch neue Viruskapseln – und eine neue Erregergeneration kann weitere Zellen befallen. Das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) löst beim Menschen die lebensbedrohliche Immunschwäche AIDS aus, an der nach Schätzungen bislang etwa 25 Millionen Menschen gestorben sind. Eine noch höhere Zahl an Patienten ist HIV-infiziert. Hat das Virus eine menschliche T-Zelle befallen, werden zunächst einige Vorläuferproteine gebildet, die sich mit ebenfalls neu synthetisiertem viralen Erbmaterial zu einem unreifen Viruspartikel, einem Virion zusammenschließen. Ein Team um den LMU-Forscher Professor Don C. Lamb konnte nun im Detail zeigen, wie neue Viruspartikel an der Membran infizierter Zellen zusammengebaut und dann freigesetzt werden – um gesunde Zellen in der Nähe zu befallen. Diese Ergebnisse könnten Hinweise liefern, wie der Prozess der viralen Ausbreitung im Organismus unterbrochen werden kann. (PloS Pathogens, November 2009)(18.11.2009)
Erhellende Erkenntnisse - Nervenzellen mit Licht an- und ausschalten
Informationen werden im Gehirn übermittelt, indem ein Neuron durch einen Reiz elektrisch angeregt wird und die Erregung an benachbarte Nervenzellen weiterleitet. Dieses elektrische Potenzial wird ausgelöst, wenn geladene Ionen durch Kanäle in der Zellmembran geschleust werden. Auch bei der Übermittlung von Sinnesreizen im Auge sind Ionenkanäle von Bedeutung. Nun haben Wissenschaftler um den LMU-Chemiker Professor Dirk Trauner einen Mechanismus entdeckt, mit dem sie Ionenkanäle in Sinnesrezeptoren mithilfe von Licht gezielt steuern können. Durch die sogenannte Cis-Trans-Isomerisierung gelang es den Forschern, Kaliumkanäle in Nervenzellen des Auges wiederholt an- und auszuschalten. Dieses Ergebnis – das im Fachmagazin „Angewandte Chemie“ als „hot paper“ veröffentlicht wurde – könnte die Grundlage für die Entwicklung lichtmodulierter Arzneistoffe sein, etwa für die Therapie bestimmter Formen der Blindheit und von Herzerkrankungen. (Angewandte Chemie International Edition, 16. November 2009). (17.11.2009)
Akademische Abschlussfeier des Departments für Pharmazie
Die diesjährige Verleihung der Herbert-Marcinek-Preise, der DAIICHI SANKYO-Master-Preise und der Lesmüller-Preise finden im Rahmen der akademischen Abschlussfeier des Departments für Pharmazie zur Verabschiedung der Bachelor-, Master- und Staatsexamensstudierenden am 27.11.2009 statt.
Die DAIICHI SANKYO-Master-Preise wurden durch das Pharmaunternehmen DAIICHI-SANKYO EUROPE GmbH neu gestiftet, ebenso wie die Lesmüller-Preise durch die Dr. August und Dr. Anni Lesmüller-Stiftung.
Die Lesmüller-Vorlesung hält Dr. Ulrich Stilz (Associate Vice President Sanofi Aventis, Frankfurt/Main) um 17:00 zum Thema: Chancen und Herausforderungen in der Wirkstoffforschung. Freitag, 27.11.2009, 15:15 Uhr, Buchner-Hörsaal
(12.11.2009)
Verleihung des Römer-Preises 2009
Die Festveranstaltung zur Verleihung der Römer-Stipendien der Dr. Klaus Römer-Stiftung findet am Freitag, den 11.12.2009 in der Fakultät für Chemie und Pharmazie statt. Freitag, 11.12.2009, 15:30 Uhr, Buchner-Hörsaal
(03.11.2009)
Licht am Ende des molekularen Tunnels - Wie der Membrantransport von Proteinen durchgezogen wird
Zellmembranen bestehen aus einer Lipid-Doppelschicht und sind von geladenen
Molekülen wie Proteinen kaum zu durchdringen. Dennoch müssen sekretorische
Proteine die Zelle durch die Membran verlassen, während Membranproteine
sogar
in die Lipid-Doppelschicht eingebaut werden. Eine Lösung bieten hier
molekulare Kanäle, die sich nach Bedarf öffnen, um Proteinen die Passage
durch die Membran zu erlauben oder sie seitlich in die Lipid-Doppelschicht
zu
entlassen. Ein internationales Team um Professor Roland Beckmann vom
Genzentrum und Department für Chemie und Biochemie der LMU präsentiert nun
in
zwei Arbeiten im Fachmagazin Science neue Details zum Aufbau der Kanäle und
zur Rolle der Ribosomen - den Proteinfabriken der Zelle - als
Transportvehikel.(30.10.2009)
LMU-Wissenschaftler erhalten hoch dotierte EU-Förderung
Zwei Nachwuchsforscher der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München
erhalten je einen Starting Grant des European Research Council (ERC).
Professor Jens Michaelis, Department Chemie und Biochemie, und Privatdozent
Dr. David Vöhringer, Institut für Immunologie, erhalten die Auszeichnung in
Höhe von 1,4 beziehungsweise 1,7 Millionen Euro über fünf Jahre. Mit dem
Starting Grant fördert der ERC zukunftsweisende Grundlagenforschung, indem er
herausragende, besonders kreative Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
unterstützt. (28.10.2009)
Vortragsreihe "Leading Entrepreneurs" an der LMU
Erich Lejeune – der Gründer von ce Consumer Electronic und Deutschlands bekanntester Motivationstrainer berichtet im Rahmen der Vortragsreihe "Leading Entrepreneurs" des
LMU Entrepreneurship Center über seinen Werdegang und seine Erfahrungen als erfolgreicher Unternehmer. Do. 19.11.2009 um 19:00 Uhr s.t. (LMU Hauptgebäude. HS E 004)
(28.10.2009)
Start von der Pole-Position - Wie die Abschrift eines Gens beginnt
Alle lebenden Zellen tragen die fadenförmige Erbsubstanz DNA, die aus Tausenden von Genen besteht. Seit Längerem ist bekannt, wie Gene kopiert werden und dabei Bauanleitungen für Proteine, die Funktionsträger der Zelle, entstehen. Unklar war aber, wie die winzige Kopiermaschine RNA-Polymerase II den Beginn eines Gens findet. Ein Team um Professor Patrick Cramer, Direktor des Genzentrums der LMU, zeigt nun in einer bahnbrechenden Arbeit, wie die Polymerase den Kopiervorgang am Beginn eines Gens mithilfe des sogenannten Faktors B startet. „Aus unserer Struktur-Funktions-Analyse ergibt sich der Ablauf der sehr komplizierten Transkriptions-Initiation“, berichtet der Biochemiker. „Die Regulation dieses Ablaufs bestimmt, wannwelche Gene ausgeprägt werden.“ Aufbauend auf diesen Ergebnissen können nun die molekularen Schalter untersucht werden, die Gene gezielt aktivieren – und so Entwicklung und Erhalt eines Organismus steuern. (Nature online, 9. Oktober 2009)(19.10.2009)
Karriereziel Biotechnologie!
Student und Arbeitsmarkt veranstaltet gemeinsam mit BioM den Berufsinformationstag "Karriereziel Biotechnologie!" für Studierende, Doktoranden und alle Interessierten am 12.11.2009 im HighTechCampus der Fakultät. Do., 12.11.09, 15.00 - 19.00 Uhr
(16.10.2009)
Rhetoriktraining und Prüfungsvorbereitung für Pharmazie-Studenten
Im Wintersemester 2009/2010 finden wieder von der Fachschaft Pharmazie organisierte Seminare zum Rhetoriktraining und Prüfungsvorbereitung statt. Wintersemester 2009/2010, Fakultät Chemie und Pharmazie
(08.10.2009)
Heinrich-Wieland-Preis 2009
Das Kuratorium für die Verleihung des Heinrich-Wieland-Preises verleiht im Jahre 2009 den Heinrich-Wieland-Preis an Herrn Professor Steven Ley, CBE, FRS, Department of Chemistry, University of Cambridge, UK. Die Preisverleihung findet am 29. Oktober 2009 in der Fakultät für Chemie und Pharmazie statt. Donnerstag, 29.Oktober 2009, 14:00 Uhr, Buchner-Hörsaal
(06.10.2009)
Schutzbrillen für Brillenträger
Angestellte und Mitarbeiter der Fakultät können sich hier registrieren um eine individuelle Schutzbrille für Brillenträger zu erwerben. Oktober 2009
(06.10.2009)
Neue Befreiungsregelung bei Studiengebühren
Studierende mit Geschwistern, die an einer europäischen Hochschule Studiengebühren
zahlen, können sich von den Gebühren befreien lassen. Die Einreichungsfrist für den Befreiungsantrag ist der 31. Oktober 2009.(23.09.2009)
Seminar "Geschäftsplanung" für Studierende der LMU im WS 09/10
Die Veranstaltung „Geschäftsplanung“ des LMU Entrepreneurship Center gibt den Studierenden einen Einblick in unternehmerisches Denken und Handeln. Ziel ist es, die Option einer Unternehmensgründung verständlich zu machen.
WS 09/10 jeweils Montags, 18 - 20 Uhr, Seminarraum D0.001, Butenandtstraße 7
(16.09.2009)
Leuchtende Rosinen im Kuchen
Wirkstoffe gegen Krebs haben häufig unerwünschte Nebenwirkungen. Ziel neuartiger Krebstherapien ist daher, den Wirkstoff möglichst effizient in den Tumor einzubringen und dadurch den Körper so wenig wie möglich zu belasten. Wissenschaftler um Dr. Manfred Ogris von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München haben nun in einer fächerübergreifenden Studie ein Verfahren entwickelt, mit dem sich die zeitliche Verteilung der Wirkstoffe im Körper sehr genau beobachten lässt. Dabei werden fluoreszierende Nanokristalle an sogenannte Genfähren gekoppelt. Diese werden in den Tumor eingeschleust und erst dort in Proteine umgewandelt, die dann die Krebszellen gezielt angreifen können. Mithilfe von Licht im Nahinfrarot-Bereich konnten Ogris und sein Team nun durch die Fluoreszenz der Nanokristalle verschiedene Arten von Genfähren beobachten und deren Verteilung im Körper im Sekunden- und Minutenbereich verfolgen. Die neue Methode könnte es in Zukunft erleichtern, gezielt wirkende Krebsmedikamente zu entwickeln und weiter zu verbessern (Molecular Therapy, Online Edition).(10.09.2009)
Aus dem Schwarm gepickt: Lichtblitze kontrollieren einzelne Elektronen in Molekülen
Einem deutsch-niederländischen Physikerteam des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik (MPQ) in Garching, dem Institute for Atomic and Molecular Physics (AMOLF) in Amsterdam und Chemikern der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München ist es erstmals gelungen, einzelne Elektronen in einem Vielteilchensystem mithilfe von Laserpulsen zu kontrollieren. Raubfischen ist das Problem wohlbekannt: In einem Schwarm von kleinen Fischen ist es schwierig eine Beute herauszulösen. Ähnlich verhält es sich im Kosmos von Atomen und Molekülen, deren Verhalten und Eigenschaften von "Schwärmen" von Elektronen beeinflusst werden. Will man hier Kontrolle über einzelne Elektronen in einem Verbund erlangen, benötigt man ultrakurze Lichtpulse von wenigen Femtosekunden Dauer. Physiker des MPQ in Garching und Chemiker der LMU erlangten nun zum ersten Mal die Kontrolle über einzelne, negativ geladene Elementarteilchen in einem Elektronenverbund mithilfe von Licht. Die Forscher haben damit ein wichtiges Etappenziel erreicht, das sie sich im Exzellenzcluster "Munich Centre for Advanced Photonics" (MAP) gesetzt haben.
Sie berichten darüber im Fachmagazin "Physical Review Letters" (Online-Ausgabe: EID 103/103002, 1. September 2009; Print-Ausgabe: 4. September 2009). (02.09.2009)
Parasiten auf dem Sprung - Wie die Zelle mobile genetische Elemente unterdrückt
Transposons sind mobile genetische Elemente im Erbmaterial des Menschen und
anderer Organismen. Sie können sich vervielfältigen und immer wieder neu an
unterschiedlichen Stellen des Genoms einbauen. Weil dies dem gesamten
Organismus gefährlich werden kann, sollen mehrere molekulare Mechanismen die
Aktivität der Transposons unterdrücken. Ein Forscherteam um den Biochemiker
Professor Klaus Förstemann vom Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität
(LMU) München konnte nun in der Taufliege Drosophila melanogaster eine neue
Art der zellulären Abwehr gegen Gensequenzen nachweisen, die in hoher
Kopienzahl vorliegen - selbst wenn diese noch nicht in das Genom eingebaut
sind. Kleine RNA-Moleküle, das sind dem DNA-Erbmolekül nahe verwandte
Nukleinsäuren, spielen hier die Hauptrolle. "Transposons sind sozusagen die
Parasiten des Genoms", sagt Förstemann. "Werden sie nicht in ihrer
Ausbreitung unterdrückt, kann das Genom der Zelle instabil werden oder aber
Krebs entstehen. Wir wollen jetzt testen, ob die neu entdeckte Abwehr auch in
Säugerzellen auftritt und wie genau sie funktioniert." (EMBO online, 30. Juli
2009)(03.08.2009)
Verfolgungsjagd winziger Vehikel - Mikroskop zeigt Nanofähren auf dem Weg in die Zelle
Nanopartikel sind nur Millionstel Millimeter groß und können aufgrund ihrer
Eigenschaften ganz neuartige Produkte liefern. In der medizinischen
Therapie etwa sollen winzige Nanofähren Wirkstoffe oder Gene in
Zellen schleusen. Ob solche Ansätze gelingen, zeigte im Test bislang
allerdings nur der Erfolg - wenn etwa das
transportierte Gen in der Zelle auf gewünschte Weise aktiv wurde. Unter
Leitung des LMU-Physikochemikers Christoph Bräuchle konnte ein Forscherteam
in Kooperation mit Privatdozent Dr. Christian Plank von der TU München nun
aber eine hochempfindliche mikroskopische Technik einsetzen, die einzelne
Nanopartikel auf ihrem Weg in die Zelle verfolgt . Untersucht wurden magnetische
Nanopartikel, die unter anderem in der Krebstherapie zum Einsatz kommen
könnten. Die hochempfindliche Methode soll künftig auch ein besseres
Verständnis bereits bestehender Nanovektoren sowie die Entwicklung neuer
Systeme erlauben. (Journal of Controlled Release, Juli 2009) (20.07.2009)
Registrierung für Tutor-Tätigkeiten
Im Wintersemester 2009/2010 können Chemie-Studenten ab 3. Fachsemester wieder
verschiedene Übungen und Praktika als Tutor betreuen. Fakultät Chemie und Pharmazie, Wintersemester 2009/2010
(08.07.2009)
Grenzenloses Helfersyndrom - Methan erzeugendes Molekül kann auch DNA reparieren
Die Archaea sind Einzeller, die neben den Bakterien und den höheren
Organismen, den sogenannten Eukaryoten, ein eigenes Reich bilden. Viele Arten
leben unter extremen Bedingungen und verfügen - im Vergleich zu den Bakterien
und Eukaryoten - über einzigartige biochemische Prozesse. So können die
methanogenen Archaea aus Kohlendioxid und Wasserstoff das Gas Methan bilden.
Für die zugrundeliegende chemische Reaktion, die Reduktion, ist der
sogenannte Kofaktor F0 bzw. Kofaktor F420 mitverantwortlich. Dabei handelt es
sich um das kleine Molekül Deazaflavin, das bislang nur bei methanogenen
Bakterien gefunden wurde und deshalb als Signaturmolekül für diese Spezies
gilt. Ein Forscherteam um Professor Thomas Carell konnte jetzt allerdings
zeigen, dass dieser Kofaktor auch in Eukaryoten weit verbreitet ist und dabei
eine ganz andere Funktion übernimmt: Deazaflavin ist beteiligt an der
Reparatur des Erbmoleküls DNA. (PNAS , 01. Juli 2009)(02.07.2009)
Summer School des LMU Entrepreneurship Center
Unter dem Titel „Entrepreneurial Impact International Summer School: Billion Euro Projects to Foster Societal Change“ veranstalten die vier Münchner Gründerzentren ihre zweite Summer School. Jetzt bewerben!
21. September - 2. Oktober 2009
(30.06.2009)
Biotech LIVE am HighTech Campus
Gemeinsam mit dem Bayer. Cluster Biotechnologie und der Bio M lädt die LMU
Studierende, Wissenschaftler und Interessierte auf den HighTech Campus ein, bei der "Biotech LIVE" vier Unternehmen und Unternehmer kennenzulernen. 23. Juni 2009, LMU Fakultät Chemie und Pharmazie
(18.06.2009)
Vortragsreihe Leading Entrepreneurs
Der Eigentümer der Knorr-Bremse AG, Heinz Hermann Thiele, spricht über Unternehmensführung und seine Erfahrungen als erfolgreicher Globalisierungspionier LMU Hauptgebäude, Mittwoch, 01. Juli 2009, 19 s.t. Uhr Hörsaal M110
(15.06.2009)
Schnupperstudium 2009
Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 11 bis 13 sind herzlich eingeladen, auch dieses
Jahr wieder am einwöchigen Schnupperstudium Chemie und Pharmazie teilzunehmen. 7. bis 11. September 2009, Fakultät Chemie und Pharmazie
(04.06.2009)
Wenn Teilchen eng zusammenrücken - Bislang kürzeste Kohlenstoff-Chlor-Einfachbindung entdeckt
Chemiker um Professor Thomas M. Klapötke von der Ludwig-Maximilians-Universität München
haben ein Molekül analysiert, das einen extrem kurzen Bindungsabstand aufweist. Wie die
Forscher in Nature Chemistry berichten, sind das Kohlenstoff- und Chloratom in Chlortrinitromethan lediglich 1,69 Angström voneinander entfernt. "Für diesen kurzen Abstand sind nicht-kovalente Wechselwirkungen mit entscheidend", erklärt Göbel, aus dessen Doktorarbeit die neuen Ergebnisse hervorgegangen sind. Ein besseres Verständnis dieser Wechselwirkungen ist hilfreich in allen Bereichen
in denen molekulare Erkennung und Selbstaufbau eine Rolle spielen.(05.05.2009)
Vortragsreihe Leading Entrepreneurs des LMU Entrepreneurship Center
ImmobilienScout24-Gründer A. Kwiatkowski berichtet über seine Erfahrungen als erfolgreicher Unternehmer und Internet-Pionier. Mittwoch, 13. Mai 2009 um 19 Uhr (LMU Hauptgebäude, HS A 125)
(20.04.2009)
Seminar Geschäftsplanung des LMU Entrepreneurship Center
für Studierende der Fakultät für Chemie und Pharmazie zum Thema Geschäftsplanung und Entrepreneurship Montags, 18-20 Uhr, ab dem 27. April, insgesamt 10 Sitzungen, Fakultät CuP, Seminarraum D0.001
(20.04.2009)
Verdauungsenzyme als Türöffner
In Kapseln verpackte medizinische Wirkstoffe sollen erst am Zielort im Körper freigesetzt und Waschmittel erst im richtigen Waschgang aufgelöst werden: Die Ziele der Forschung sind hochgesteckt, doch LMU-Forscher sind ihnen nun einen großen Schritt nähergekommen. Der Chemiker Professor Thomas Bein und seine Mitarbeiter haben ein Verschlusssystem für Nanokapseln entwickelt, das vollständig aus biologischen Materialien besteht. (17.04.2009)
Bessere Sequenzanalysen bei Genen und Proteinen
Oft kann von der Abfolge der Bausteine in Genen und Proteinen auf deren Funktion geschlossen werden – vor allem durch Vergleich mit bekannten Sequenzen. LMU-Forscher haben nun eine Methode entwickelt, die derartige Analysen deutlich sensitiver macht.(24.02.2009)
Qualifikationsseminar für Tutoren
3-tägiges Seminar in Zusammenarbeit mit professionellen Trainern Erstmalig an der LMU wird aktuellen und zukünftigen TutorenInnen nun die Möglichkeit gegeben, sich in einem 3-tägigen Seminar (15 -17 .04.09) in Zusammenarbeit mit professionellen Trainern auf ihre Lehrtätigkeit vorzubereiten bzw. diese zu begleiten. Alle Informationen finden Sie hier. Die Finanzierung erfolgt aus Studiengebühren. Formlose Anmeldung (begrenztes Platzangebot!) erbeten bis 30.März 2009 an Dr. K. Schmidt-Bäse, Dep. Pharmazie (Karen.Schmidt-Baese@cup.uni-muenchen.de).
(09.02.2009)
Seminar des LMU Entrepreneurship Center
zu Grundlagen unternehmerischen Handelns und Geschäftsplanung (für graduierte Wissenschaftler) 27. – 29. April 2009
(03.02.2009)
Anmeldungen für Praktika SS 2009 online
für Chemie und Lehramtstudentinnen und -studenten(12.01.2009)
Patrick Cramer erhält Ernst Jung-Forschungspreis
Professor Patrick Cramer, Direktor des Genzentrums der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, erhält den Ernst Jung-Preis für Medizin 2009 der Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung. (09.01.2009)
Die Tricks des Virensensors
Viren nutzen Wirtszellen als Fabriken für den viralen Nachwuchs. Dazu schleusen sie in ihre unfreiwilligen Gastgeber die Bauanleitung für virale Proteine, üblicherweise sind das RNA-Moleküle. (09.01.2009)
Gesundheitsnachmittag
für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Campus Dienstag, 27.01.2009, 13.00-16.00 Uhr Baeyer-Hörsaal (Untergeschoss Haus F)
(09.01.2009)