Didaktik der Chemie
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Naturwissenschaftliche Thementage an der Grundschule an der Senftenauerstraße - „Backen–chemisch betrachtet“ – ein geeignetes Projekt für den ersten Kontakt mit der Chemie?

Reuß, Michaela

Aus den Ergebnissen der Fragebogenauswertung und meiner Beobachtungen kann ich schlussfolgern, dass das Projekt „Backen – chemisch betrachtet“ geeignet ist für den ersten Zugang zur Chemie. Die Schüler erlernten anhand der Thementage sowohl chemische Sachverhalte als auch verschiedene naturwissenschaftliche Arbeitsweisen kennen. Die hierbei behandelten Themen betreffen die unmittelbare Lebenswelt der Schüler, was sich meines Erachtens sowohl auf die Wissensvermittlung, als auch auf die Motivation bei den Schülern positiv auswirkte. Durch die Verbindung von alltäglichen Vorgängen mit chemischen Sachverhalten konnte den Schülern zudem aufgezeigt werden, dass die Chemie in unserem Alltag stets gegenwärtig ist und sich verschiedene Vorgänge mit diesem Wissen erklären lassen. Ein weiteres Ziel, das ich mit der Teilnahme an dem Projekt verfolgt habe, war den Schülern zu zeigen, dass Chemie Spaß macht und interessant sein kann. Das dies gelungen ist, konnte sowohl beobachtet, als auch durch die Fragebogenauswertung bestätigt werden. Darüber hinaus konnte durch das Projekt gezeigt werden, dass es möglich ist, trotz der vielen Kriterien und Anforderungen an das Experimentieren in der Grundschule, durch die Verwendung von einfachen und ungefährlichen Materialien, spannende und kindergerechte Versuche durchführen zu können. Eine Weiterführung beziehungsweise eine Variation dieses Projektes ist, wie unter dem Gliederungspunkt „9.3 Ausblick“ aufgezeigt wurde, auf jeden Fall umsetzbar und sicherlich auch im Interesse der Schüler. Da das Thema des Projekttages vor allem Mädchen angesprochen hat, ist es denkbar, durch eine Erweiterung noch mehr Jungen ansprechen zu können. Dennoch ist es erfreulich zu sehen, dass insbesondere die naturwissenschaftlichen Kompetenzen der Mädchen durch die Teilnahme an dem Projekt gefördert werden konnten, was unlängst bei den Ergebnissen der TIMS–Studie, eine Notwendigkeit darstellt. Für mich persönlich war das Projekt eine Bereicherung und ich bin froh, dass es mir möglich war, an dem Projekt teilnehmen zu können. Durch das Projekt konnte ich viele positive Erfahrungen und Erlebnisse sammeln, die ich für meine weitere Studien- und anschließende Schullaufbahn nutzen kann. Projekte, wie das der Grundschule an der Senftenauerstraße, sehe ich als Vorbild für andere Schulen und kann diesbezüglich nur die Empfehlung geben, dass es sich lohnt, den Aufwand zu betreiben, ein solches Projekt an einer Schule zu starten. Sowohl für die Lehrkräfte, aber insbesondere für die Schüler stellen Projekte dieser Art eine ungemeine Bereicherung dar, von denen alle Beteiligten noch lange zehren können.