Didaktik der Chemie
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Fachdidaktische Aubildung und Professionalitätsentwicklung im Urteil von Lehramtsstudierenden

Dandl, Julia

Lehrer sind in den letzten Jahren oft durch verschiedene Studien, wie PISA oder die Hattie-Studie, in Kritik geraten. Sie sind jedoch diejenigen Personen, die bei den Schülern das Interesse für ihr Fach wecken und fördern, sowie ihr Fach auch fach- und schülergerecht lehren sollen. Um dies zu erreichen, muss jeder Lehrer das Bestreben haben, seine Professionalität auszubilden. Um zu umgehen, dass dieses Bestreben ohne Richtlinie stattfindet, hat die KMK Kompetenzen formuliert, welche die Entwicklungsschritte in Standards zusammenfasst. Für den Chemielehrer sind die „Standards für Lehrerbildung: Bildungswissenschaften“ (KMK, 2004) und die „Ländergemeinsame[n] inhaltliche[n] Anforderungen für die Fachwissenschaften und Fachdidaktiken in der Lehrerbildung“ (KMK, 2013) hervorzuheben. Wird vom Lehrer an diesen Kompetenzen gearbeitet, so können die Standards erreicht werden und der Lehrer bildet eine Professionalität aus, die einen guten Lehrer ausmacht.

Damit diese Professionalisierung des Lehrers stattfinden kann, müssen die Grundlagen während des Studiums gelegt werden. So hat die Fachdidaktik auch einen Teil zu dieser Kompetenzentwicklung beizutragen.

Anhand einer Befragung von 82 Chemielehramtsstudenten der LMU München wurde der momentane Beitrag der Fachdidaktik zur Professionalitätsentwicklung aus der Sicht der Befragten ermittelt. Die Annahmen, dass sich Studenten in der universitären Ausbildung mehr fachdidaktische Ausbildungsanteile, mehr Praxisbezug und mehr Erwerbsmöglichkeiten von mehr Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche für den zukünftigen Schul- und Unterrichtsalltag nützlich sind, wünschen, bestätigt sich bei der durchgeführten Befragung. Die vierte Behauptung, dass die Studenten sich der Rolle der Innovationen im Unterricht bewusst sind und diese in den Unterricht integrieren können, bestätigte sich in dieser Befragung nicht eindeutig.

In diesem Punkt, aber auch an einigen anderen Stellen in der chemiedidaktischen Ausbildung, können noch einige Verbesserungen stattfinden um den Studenten die Möglichkeit zu bieten, bereits im Studium einen höheren und breiteren Professionalisierungsgrad zu er-reichen. Jede Person, die in der Ausbildung von Lehrern tätig ist oder die Ausbildung zu verantworten hat, sollte sich bewusst sein, dass gute und interessierte Schüler abhängig sind von guten Lehrern. Gute Lehrer fallen nicht „vom Himmel“, sondern diese haben immer eine sehr gute Ausbildung genossen, die bereits im Studium anfängt.