Didaktik der Chemie
blank LMU M;uuml;nchen Fakultät Chemie und Pharmazie
drucken

Sprachumschaltung
  •  
Navigationspfad


Inhaltsbereich

Wissensvermittlung durch Experimente am Beispiel der Zündtemperatur

Pollner- Kordian, Fabienne

Am Beispiel der Zündtemperatur wurde eine Unterrichtssequenz entworfen und in einer Mittelschule in einer 7. Klasse durchgeführt. Überprüft werden sollte zum einen die Hypothesen, ob es durch den Einsatz von Experimenten zu einer besseren Wissensvermittlung kommt. Desweiteren stand die Aussage im Raum, inwieweit zeitlicher und materieller Aufwand für die Lehrkraft in Relation zum Nutzen für die Schüler stehen.

Dazu wurde die bereits oben erwähnte Unterrichtsstunde mit Experimenten in einer 7. Klasse durchgeführt. Die Schüler durften die Experimente selbst durchführen und sollten anhand verschiedener Fragen und mit Hilfestellung des Lehrers die Stundeninhalte erarbeiten.

Welches Wissen die Schüler nach dieser Stunde erlernt hatten, wurde mittels eines Fragebogens erfasst. In diesem fanden sich sowohl Fragen zum ankreuzen, als auch offene Fragen. Diese sollten vom Schüler nach bestem Wissen, jedoch ohne Druck, beantwortet werden. Dabei war es wichtig, die Schüler einer Prüfungssituation auszusetzen, sondern lediglich um eine kurze Zwischenbilanz zu bitten.

Ergebnis dieser Untersuchung war, dass eine bessere Wissensvermittlung und Wissensaufnahme nicht allein durch Experimente gewährleistet werden kann. Vielmehr spielen Motivation und Lernbereitschaft der Schüler eine große Rolle, genauso wie das richtige einbetten der Experimente in den Unterrichtsverlauf. Ein Experiment allein garantiert noch keinen klügeren Schüler, nach dessen Durchführung.

Ein Experiment kann, wie ein Kochrezept abgearbeitet werden, ohne dass der Schüler etwas von dessen Inhalt mit nach Hause nehmen wird. Vielmehr werden durch das Experimentieren psychomotorische, affektive und soziale Kompetenzen und Fähigkeiten gefördert, geschult und gestärkt. Schon allein aus diesen Gründen sollte ein Experiment immer wieder sinnvoll in den Unterrichtsverlauf integriert werden.

Abschließend ist zu sagen: in gewissem Maße lohnt sich der zeitliche und materielle Aufwand, der bei der Vorbereitung von Experimenten geleistet werden muss. Es können gleichzeitig viele verschiedene Fähigkeiten geschult werden, während bei einem gut aufbereiteten Experiment auch der Wissenszuwachs gewährleistet ist.