Didaktik der Chemie
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Vorwissensaktivierung durch die Initiierung von Schülerfragen im Chemieunterricht -Teiluntersuchung im Rahmen eines Forschungsprojekts-

Marstaller, Katrin

In der vorliegenden Arbeit wird in einem Pilot-Projekt untersucht, inwieweit durch die Initiierung von Schülerfragen zum Thema einer Unterrichtsstunde die Vorwissensaktivierung überprüft werden kann. 24 Schüler und Schülerinnen der neunten Klasse generierten 102 Fragen, die mit Hilfe eines Kodierungsschemas qualitativ kategorisiert wurden. Das Ziel der Untersuchung lag darin herauszufinden, ob durch Fragenfinden eine Vorwissensaktivierung ausgelöst bzw. unterstützt wird und dadurch die Aufmerksamkeit und die Aufnahmefähigkeit der Schüler und Schülerinnen erhöht wird. Dieser Effekt sollte durch besonders gute Beantwortung des Wissenstest nachgewiesen werden. Beim angenommenen Idealfall würden „hohe Fragenqualität“, „zielführende Fragenbewertung“ und „gutes Abschneiden im Wissenstest“ korrelieren. Zudem wurden Zusammenhänge zwischen Selbstwirksamkeitsüberzeugung, Frageverhalten und Leistungserfolg untersucht. Die Annahme, dass Schüler je positiver sie auf das Fach Chemie eingestellt sind besser bei der Leistungserhebung abschneiden, konnte bestätigt werden. Allerdings konnte kein Zusammenhang zwischen dem Fragenverhalten und der Selbstwirksamkeitserwartung festgestellt werden. Die These, dass Schüler je mehr Fragen sie auf höherer Qualitätsstufe generieren, besser bei der Beantwortung des Wissenstest abschneiden, konnte nur tendenziell belegt werden. Ebenso die Vermutung, dass Schüler mit großem Vorwissen Fragen auf qualitativ höherer Stufe formulieren, als Schüler mit geringem Vorwissen, konnte nicht explizit gemessen werden, aber ansatzweise dargestellt werden. Grundsätzlich konnte die Methode „Initiierung von Schülerfragen zur Vorwissensaktivierung“ als zielführend herausgearbeitet werden.