Didaktik der Chemie
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Das Abiturwahlverhalten im Fach Chemie - Untersuchung von Einflussfaktoren zur Klärung des Rückgangs der Abiturientenquote seit Einführung des achtjährigen Gymnasiums

Rieblinger, Rebecca

In dieser Arbeit wird erstmals untersucht, welche Faktoren darauf Einfluss nehmen, ob G8-Abiturienten/innen im Fach Chemie eine schriftliche oder mündliche Abiturprüfung ablegen.

Um den Rückgang der Abiturienten/innen-Quote in Chemie zu erklären, die seit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums zu verzeichnen ist, wird eine jahrgangsübergreifende Umfrage vorgenommen. Dabei kann festgestellt werden, welche der abiturrelevanten Einflussfaktoren über die gesamte schulische „Chemielaufbahn“ hinweg konstant, und somit aller Wahrscheinlichkeit nach auch unabhängig vom G8-/G9-Schulsystem bzw. welche Faktoren allein auf das neu strukturierte Gymnasium zurückzuführen sind. Damit kann geklärt werden, welche G8-Strukturen sich negativ auf das Wahlverhalten der SuS auswirken. Hierzu werden Unterschiede sowohl im Lehrplan als auch in der Oberstufenkoordination miteinbezogen. Schließlich zeigt sich, dass das Verhalten, Chemie als Abiturfach zu wählen, stark damit korreliert, wie interessiert die SuS an diesem Unterrichtsfach sind. Dabei spielt auch eine wesentliche Rolle, wie umfangreich ihr Verständnis von den Unterrichtsthemen ist. Weiterhin zeigt sich, dass die SuS auch wahlökonomisch bei der Abiturfachbelegung vorgehen. Demnach legen nicht alle SuS, welche am Fach Chemie interessiert sind bzw. den Unterrichtsstoff gut verstehen, auch  zwangsläufig eine Abiturprüfung in Chemie ab, da der mathematisch-naturwissenschaftliche Bereich automatisch durch die verpflichtende Mathematikabiturprüfung abgedeckt wird. Jedoch ist kein Zusammenhang zwischen dem zeitlichen Lernaufwand in Chemie und dem Abiturwahlverhalten der SuS festzustellen. Somit gilt, dass den hier nachgewiesenen Einflussfaktoren im Unterricht verstärkt nachgegangen werden sollte, um zukünftig wieder eine ansteigende Chemie-Abiturienten/innen-Quote zu erreichen.