Didaktik der Chemie
blank LMU M;uuml;nchen Fakultät Chemie und Pharmazie
drucken

Sprachumschaltung
  •  
Navigationspfad


Inhaltsbereich

Untersuchung zu den Lernstrategien und der damit zusammenhängenden Faktoren Genderunterschiede und Vorwissen im Fach Chemie am Gymnasium

Kesslinger, Corinna

In der vorangegangenen Untersuchung sollte erfasst werden, wie sich Lernstrategien auf die Leistungen der Schüler/innen auswirken, außerdem wie die Faktoren Genderunterschiede und Vorwissen beeinflusst werden. Dies sollte anhand von Fragebögen erhoben werden.

Am Ende dieser Untersuchung lässt sich zusammenfassend sagen, dass die Hypothesen sich nicht in erwarteter Form bewahrheiteten, sondern eher entkräftet wurden. So konnte lediglich die Hypothese bestätigt werden, dass effiziente Lernstrategien positive Auswirkungen auf die Leistungen der Schüler/innen haben. Jedoch galt dies nur in Eingrenzungen beim Zeitmanagement und in der Verwendung von Elaborations- und Tiefenstrategien. Im Feld Lernmittel dagegen konnte nur bewiesen werden, dass sämtliche Schüler zu wenige unterschiedliche Lernmittel verwenden. Die Hypothesen zu einem größeren Interesse und besseren Noten durch einen monoedukativen Unterricht von Schülerinnen und die zur leichteren Vorwissensaktivierung durch haptische Vermittlung der Inhalte wurden entkräftet. Bei ersterer konnte nur eine sehr geringe bessere Leistung der Mädchen am Mädchengymnasium nachgewiesen werden. Das Fachinteresse dagegen war am gemischten Gymnasium sogar deutlich größer. Die Ergebnisse zur letzten Hypothese zeigten, dass die visuell durch Versuche vermittelten Inhalte eine etwas leichtere Erinnerung an die Inhalte zur Folge hatten, als die bei haptisch oder visuell durch Modelle und Bilder vermittelten. Die Ergebnisse lagen jedoch insgesamt sehr nah beieinander. Diese von den Erwartungen abweichenden Ergebnisse lagen zum einen an einem Fragebogen, den es in Bereichen noch zu verbessern gilt, zum anderen lag es daran, dass einige Bereiche wie die Unterschiede zwischen monoedukativen und koedukativen Unterricht durch den Unterricht beeinflusst werden, dieser wiederum wurde in, beziehungsweise vor dieser Untersuchung nicht untersucht oder beeinflusst.

Dennoch sollten die Ergebnisse nicht außer Acht gelassen werden, da sich aus ihnen wichtige Informationen für den Unterricht in Chemie am Gymnasium ziehen lassen und sich dadurch weitere Untersuchungen entwickeln lassen.

Dies gilt auch, obwohl dieser Test aufgrund der kleinen Stichprobe nicht allgemein repräsentativ ist, da er trotzdem eine Annäherung an diese darstellt.

Es wäre wünschenswert, durch diese Arbeit eine Verbesserung des Unterrichts im Bezug auf die für das Lernen wichtigen Aspekte zu erreichen und damit eventuell die Ängste und Abneigungen, die das Fach Chemie hervorruft zu verringern.

Weitere Untersuchungen zu diesem Feld der Chemiedidaktik wären ein erfreuliches Ergebnis.