Didaktik der Chemie
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Wieviel Chemie kann ein Vorschulkind schon verstehen?

Weidner, Tonia

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob im Vorschulbereich bereits ein Grundverständnis für Phänomene der unbelebten Natur, speziell der Chemie, gelegt werden kann. Es wird untersucht, ob neben einem allgemeinen Interesse der Kinder am Verständnis chemischer Sachverhalte auch eine gewisse Merkleistung beobachtet wird Nach der Begründung der Themenwahl folgt eine Begriffsklärung. Hier werden unter anderem die wichtigsten Termini wie Vorschulalter und Experiment genau definiert. Auch folgt eine klare Unterscheidung der unbelebten Natur zu seinem Gegenstück der belebten Natur. Dem anschließend werden entwicklungspsychologische und kognitionspsychologische Aspekte von Kleinkindern genauer thematisiert sowie die Rolle der Motivation in der Naturwissenschaftsvermittlung.

Durch die Darstellung des Untersuchungsziels wird dem Leser eine Richtung aufgezeigt für den weiteren Verlauf der Arbeit, welche mit der Fragestellung konkretisiert wird. In diese Kapitel erhält der Adressat eine genaue Erklärung, auf welche Fragen mit Hilfe der Experimentierreihe Antworten gefunden werden sollen. Dem anschließend folgt die Schilderung der Ergebniserwartung. Vor der Durchführung eines solchen Projektes muss man sich ebenfalls im Klaren darüber sein, mit welchen Umständen und thematischen Inhalten man an die Kinder herangehen möchte. Bei der Auswahl der Versuche gibt es viele Anregungen und auch einige Bedingungen zu beachten, welche in diesem Kapitel behandelt werden. Zu nennen wären hier beispielsweise die Ungefährlichkeit oder die Forderung nach einem positiven Ausgang des Versuches am Ende.

Bei der Untersuchungsmethodik wird die Partizipative Fachdidaktische Aktionsforschung näher beschrieben. Hier ist die Zusammenarbeit von externen Forschern und Praktikern das zentrale Merkmal. Nach einem inhaltlichen Überblick der einzelnen Versuchstage der Woche wird der Tag mit dem Thema „Wasser“ als Beispiel näher erläutert.

Kern dieser Arbeit ist die Darstellung und Interpretation der Ergebnisse. Hier ist ein klares Interesse der Kinder an der Thematik der unbelebten Natur deutlich festzustellen. Auch der größte Teil der Versuche ist den Kindern im Gedächtnis geblieben. Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden am Ende Empfehlungen an die Praxis ausgesprochen, um eine solche Experimentierwoche weiterzuentwickeln und die Anzahl solcher Projekte zu steigern. Beschlossen werden soll diese Arbeit nun mit folgendem Zitat von Irmer, dessen Aussage ebenfalls mit den Erfahrungen, die bei diesem Projekt gemacht wurden, übereinstimmt: „Die 70 Erfahrung, wie viel Spaß und Freude es bereitet, gemeinsam mit Kindern die faszinierende Welt der chemischen Phänomene zu betreten und zu erkunden, belohnt einen dann allemal“

(Irmer 2005: 14).