Didaktik der Chemie
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Erkenntnisgewinnung im Fach Chemie durch Gestaltung eines Forschungszyklus zum Thema „Färbemethoden“ in der Jahrgangsstufe 11 (NTG)

Kerkhoff, Jennifer

Die vorliegende Arbeit basiert auf einer Untersuchung, inwieweit Schüler einer Jahrgangsstufe 11 das Prinzip des empirischen Erkenntnisgewinns, welches ein Kompetenzbereich der nationalen Bildungsstandards ist, in Form eines sogenannten Forschungszyklus im Chemieunterricht zugemutet werden kann. Also inwiefern sie diesen selbständig durchführen und dadurch Erkenntnisse gewinnen können. Es soll ferner untersucht werden, ob entdeckendes Lernen im Sinne eines „forschend-entwickelnden“ Chemieunterrichts in der Schule realisiert werden kann und welche Hilfen seitens des Lehrers erforderlich sind, um den kleinschrittig steuerbaren Unterricht gut durchführen zu können.

Den Probanden wurde ein neuer Weg aufgezeigt, sich Wissen selbstständig zu erarbeiten. Durch Festlegen eines geeigneten Forschungsthemas, sowie der Formulierung von Fragen seitens der Schüler, wurde eine Hypothese erstellt. Die Hypothese wurde experimentell bestätigt, indem die Untersuchenden sich ein geeignetes Experiment überlegten. Aufgrund des empirischen Forschungszyklus steigerte sich das Interesse der Schüler am Fach Chemie. Sie waren motiviert und möchten gerne Experimente selbstständig planen und durchführen.

Durch das forschend-entwickelnde Lernen werden die Schüler zu guten Problemlösern ausgebildet. Sie erlangen statt Einzelwissen, welches nicht abrufbares totes Wissen darstellt, ein zusammenhängendes Wissen. Damit ein derartiger Unterricht schneller ablaufen kann, sollte schon in früheren Klassenstufen ein Forschungszyklus Anwendung finden. Zudem müssen Lehrerfortbildungen diesbezüglich angeboten werden.