Didaktik der Chemie
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Absicherung von Entscheidungen bezüglich eines Lehramtsstudiums – Kritik der Erfahrung eines Aushilfslehrers

Dittrich, Alexander

Die Ausgangssituation für die genaue Untersuchung der eigenen Unterrichtsmethoden war die besondere Situation des eigenständigen Unterrichts als vollverantwortlicher Aushilfslehrer an einem Gymnasium für einen Zeitraum von vier Monaten.

Aus dieser unüblicher Erweiterung der praktischen Erfahrung während der ersten Phase der Lehrerausbildung  ergaben sich die Hypothesen, dass der vertiefte Einblick in die Unterrichts-praxis meine Berufsentscheidung absichern konnte, meine Professionalität steigern und sich meine Kompetenzen weiter entwickeln konnten und dass dies in einem regulären Schulpraktikum nicht auf die selbe Weise möglich gewesen wäre.

Ebenso ergab sich die Hypothese, dass für meinen persönlichen Fall die These in der kritischen Betrachtung von schulpraktischen Studien von Radtke und Webers (1998), die besagt, dass frühzeitiger vertiefter Einblick in die Schulpraxis lediglich Routinen fördert, statt Professionalität, keinesfalls zutrifft.

Durch die Evaluation des eigenen Unterrichts, die kritische Betrachtung der eigenen Unterrichtskonzepte, die Auswertung der Evaluationsergebnisse und somit entstandene selbstkritische Reflexion wurden die Hypothesen verifiziert.

Die eigene Berufsentscheidung konnte durch diesen vertieften Einblick abgesichert werden, indem der Erfolg dieser praktischen Erfahrung betrachtet wurde.

Ebenso konnten die eigenen Fähigkeiten, Kompetenzen und die eigene Professionalität durch selbstkritische Reflexion entwickelt und erweitert werden.

Durch die genaue Ausarbeitung, Betrachtung und Auseinandersetzung der eigenen Unterrichtskonzepte wurde auch gezeigt, dass die These Radtke und Webers (1998) auf meinen persönlichen Fall nicht zutrifft, da es vermieden wurde Routinen zu fördern oder den eigenen Unterricht als nicht verbesserungsfähig zu betrachten. Vielmehr wurde selbstkritisch nach Verbesserungen für das zukünftige Berufsleben gesucht und die angewandten per-sönlichen Unterrichtskonzepte durchleuchtet.

Ferner wurden drei Besonderheiten meines persönlichen Unterrichtskonzeptes näher betrachtet, um die Qualität meines Unterrichts und die Professionalität mittels erfolgreichen Handlungsrepertoires zu verdeutlichen. Zu diesen drei Besonderheiten gehören eine spezielle Methode der Ausfrage mittels eines schriftlichen Ausfrageformulars zur transparenten Notengebung, eine Zusatzaufgabe „Lernposter“ als disziplinarische Maßnahme und der Bezug zum Alltag oder Unterricht nach jedem Stoffkapitel in einer gesonderten Unterrichtsstunde.