Didaktik der Chemie
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„Überleben mit Chemie“ - Ein fächerübergreifendes Experimentierprojekt mit Schülern und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 9 der Andreas-Schmeller-Realschule Ismaning

Baumann, Philipp

Die Zulassungsarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Motivationstransfer, der durch das Projekt Überleben mich Chemie, welches der Erlebnispädagogik zuzuordnen ist, untersucht wird. Dieses besteht aus einem Versuch in Zusammenarbeit mit der Andreas- Schneller-Realschule Ismaning, bei dem Schülern und Schülerinnen Fachwissen in Kombination mit der entsprechenden Anwendung um Outdoorbereich vermittelt wird. Ziel hierbei ist es die Motivation die von dem Primärbereich Überlebenstraining ausgeht, auf die Naturwissenschaften und im Besonderen auf das Fach Chemie zu übertragen. Untersucht werden die Effekte, die den Motivationstransfer verursachen und die vom Motivationstransfer verursacht werden sowie die Primärerfahrungen von denen zum einen auszugehen und mit denen innerhalb des Projekts umzugehen ist. Ebenfalls sollen die Erfahrungen die die Schüler und Schülerinnen bei der Durchführung sammeln möglichst exakt widergespiegelt werden. Mögliche und in der Praxis auftretende Effekte werden analysiert und diskutiert. Die Daten werden zum einen über einen Fragebogen und eine statistische Prüfung auf Signifikanz sowie durch Elemente der phänomenologischen Pädagogik und Psychologie ausgewertet. Das Sicherheitsbedürfnis, welches der Primärbereich Überlebenskunst mit sich bringt kann nicht nachgewiesen werden. Die meisten beeinflussenden Faktoren, die mittels statistischer Auswertung über drei Messzeitpunkte erhoben werden, steigen zum Zeitpunkt direkt nach der Durchführung an, fallen dann aber wieder auf den Anfangswert ab. Eine Ausnahme ist das Interesse an chemischen Fachinhalten, was relativ stabil ansteigt und womit der Motivationstransfer innerhalb des Projekts nachgewiesen werden kann. Im Großen und Ganzen kann das Projekt als Erfolg angesehen werden, vor allem dahingehend, dass sich hieraus auch einige weitere interessante Fragestellung für zukünftige Forschungsansätze ergeben. Dies ist insbesondere deshalb von Interesse, da sich die Forschung und folglich auch der Unterricht tendenziell immer mehr weg von Frontalunterricht vor der Klasse hin zu alternativen Lehrmethoden bewegt.