Didaktik der Chemie
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Einsatz von Schaukästen im Chemieunterricht der gymnasialen Mittelstufe - Zusammenhänge zwischen Qualität und Interessensentwicklung

Taverna, Rosanna

Von den zahlreichen in der Schule genutzten Medien, spielt der Schaukasten nur eine untergeordnete Rolle. Es findet sich kaum jemand, der ihn eingehend betrachten oder sich gar an seiner Gestaltung beteiligen würde. Da das Interesse von Schülern an der Chemie seit längerem kontinuierlich abnimmt, sollte jede Gelegenheit genutzt werden, die einen positiven Effekt auf die gegenwärtige Situation haben könnte.

Die Forschungsfrage dieser Arbeit lautete folglich: Kann ein gut gestalteter Schaukasten das Interesse von Schülern am Fach Chemie fördern?

Da es kaum Literatur zu dieser Thematik gibt, wurde aus verschiedenen Disziplinen wie Psychologie, Wahrnehmungslehre und Werbung zunächst eine Theorie zusammengestellt, wie ein optimaler Schaukasten aussehen sollte, Kriterien wie Farbigkeit oder Strukturierung sind hierbei zu nennen. Anhand dieser Merkmale wurden konkrete Designs zum Thema „Wiesn“, „Alkohole“ und „Chemie im Alltag“ erstellt. Sie bildeten zusammen mit einem Fragebogen, der Schülern des naturwissenschaftlichen Zweigs der Mittelstufe vorgelegt wurde, die Grundlage zur Überprüfung dieser Hypothese. Neben Statements zum allgemeinen Inhalt und Aussehen von Schaukästen wurde auch die gegenwärtige Interessenslage bzw.
-entwicklung der Schüler ermittelt.

Die Auswertung zeigte schließlich, dass es essentielle Kriterien gibt, die für den Einsatz dieses Mediums im Fach Chemie gelten sollten, z.B. eine alltagsorientierte Thematik und verständliche Erläuterungen. Es stellte sicher heraus, dass vor allem Mädchen der achten Klasse durch Schaukästen angesprochen werden können, dabei legen nicht nur sie Wert auf eine kreative Gestaltung, sondern überraschenderweise auch die Jungen.

Die Frage, ob ein idealer Schaukasten im Chemieunterricht Einfluss auf die Entwicklung von Interesse bei Schülern hat, kann positiv beantwortet werden.