Didaktik der Chemie
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Den Weg zum Experimentieren durch unvollständige Versuchsprotokolle erleichtern

Heimrath, Stefanie

Der Kurs für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler zwischen 9 und 12 Jahren wird schon seit 1996 von der Chemie-Didaktik der Ludwig-Maximilians-Universität angeboten und erfreut sich seither großer Beliebtheit. Bisher war der Kurs eher von geschlossenen Handlungsanweisungen und Versuchsanleitungen geprägt - die Schülerinnen und Schüler kochten die Versuchsrezepte einfach nach. Doch durch die 2004 eingeführten Bildungsstandards wird die Forderung nach mehr Kompetenzentwicklung auch im Bereich des Experimentierens immer größer. Die Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur Fachwissen erwerben, sondern auch den Sinn und Zweck der Methoden der Naturwissenschaften - auch die des Experimentierens - erlernen. Das Ziel dieser Zulassungsarbeit war es daher, den Kurs für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler in Form von offeneren Versuchsanleitungen zu gestalten. Dies geschah durch die Methode unvollständiger Versuchsprotokolle, in denen die Schülerinnen und Schüler Lücken und Fragmente im herkömmlichen Aufbau eines Versuchsprotokolls ergänzen mussten. Es wurde untersucht, ob das große Interesse der Schülerinnen und Schüler das Arbeiten mit unvollständigen Versuchsprotokollen erleichtert und ob Schülerinnen und Schüler der Grundschule ebenso wie des Gymnasiums dieses Arbeiten als wirksam empfinden. Ein weiterer Punkt des Forschungsdesigns stellte die Entwicklung des Interesses der Schülerinnen und Schüler dar. Wiesen diese nach Abschluss des Kurses ein gesteigertes Sachinteresse auf? Diese Fragen wurden im Laufe dieser Arbeit differenziert erläutert und abgehandelt, um herauszufinden, ob auch schon sehr junge, unerfahrene Schülerinnen und Schüler in der Lage sind an offeneren Formen des Experimentierens teilzunehmen.